• „Jede Entscheidung ist
    immer auch eine Gesundheitsentscheidung.“

    Prof. Dr. Dr. Ilona Kickbusch

 

Selbstverständnis

Im Zuge der steigenden Bedeutung des Themas Gesundheit sind in den letzten 25 Jahren auch neue Gesundheitsberufe entstanden. Dazu zählen „Gesundheitsförderer" (auch Gesundheitswirte, AbsolventInnen von Gesundheitsförderungs-Studiengängen), die generalistisch ausgebildete Experten zur Erhaltung und weiteren Verbesserung der Gesundheit sind. Sie verbinden Fachkompetenzen aus traditionellen Disziplinen wie Medizin, Psychologie, Soziologie, Sport- und Ernährungswissenschaften, Pädagogik, Wirtschafts-, Politik-, Umweltwissenschaften, Epidemiologie/Statistik und Recht. Ergänzt wird dies durch umfangreiche Methodenkompetenzen.

Wichtiger Bezugsrahmen sind die von der WHO in internationalen Konferenzen verabschiedeten Grundsatzdokumente zur Gesundheitsförderung (allen voran die „Ottawa Charta", die grundsätzliche Handlungsfelder und Strategien der Gesundheitsförderung beschreibt). Tätigkeitsschwerpunkte von Gesundheitsförderern sind demnach:

  • die Entwicklung einer gesundheitsförderlichen Gesamtpolitik (die aktiv Gesundheitsförderungsziele verfolgt und nicht nur auf Krankheitsversorgung ausgerichtet ist),
  • die Schaffung gesunder Lebensbedingungen und Lebenswelten (z.B. Betriebe, Städte, Schulen, Kitas, Freizeiteinrichtungen),
  • die Förderung gesunder Verhaltensweisen und Lebensstile (z.B. Bewegung, Ernährung, Stressbewältung, Lebenskompetenzen) sowie
  • die Neuorientierung der Gesundheitsdienste mit einer stärkeren Präventionsorientierung.

Ein Arbeitsschwerpunkt des Berufsverbandes ist die weitere Bekanntmachung, Verbreitung und Professionalisierung des Berufsbildes Gesundheitsförderung in Deutschland sowie die Weiterentwicklung entsprechender Praxisfelder.